Nach oben

Staatl. Regelschule Konrad Hentrich Geschw.-Scholl-Str. 6 37327 Leinefelde Tel.:03605/502177 Fax:03605/502178

Staatliche Regelschule "Konrad Hentrich"

in Leinefelde - Worbis im Landkreis Eichsfeld

 Das Eichsfeld galt eine geraume Zeit als das "Armenhaus Deutschlands". Lange Zeit kümmerte sich die Kirche um die schulische Erziehung der Kinder. 

Weiterlesen ...

Durch die stetig wachsende Schülerzahl mehrten sich die Bemühungen um einen Schulneubau. Dieser scheiterte jedoch an der Kurzsichtigkeit und Störrigkeit der Gemeindeväter, die einen Neubau mit 17 gegen 14 Stimmen ablehnten. Genehmigt wurde lediglich der Kauf eines angrenzenden Grundstücks für 1200 Mark und ein Anbau bestehend aus zwei Schulsälen, einer Scheune und Stallungen. Mit einem Kostenaufwand von 12580 Mark wurde das alte Schulhaus zu drei Lehrerwohnungen und einem Schulsaal umgebaut. 

 

Weiterlesen ...

Im Jahr 1931 begann der Schultag mit einem Gottesdienst und einem Morgengebet. Die heilige Kommunion musste seinerzeit nüchtern empfangen werden und da oft nicht genug Zeit bis zum Beginn der ersten Stunde war, knurrte vielen Schülern der Magen.
Die erste Klasse lernte auf Schiefertafeln das Schreiben. Hefte mit Doppellinien wurden in den obersten Klassen verwendet. Das Angebot an verschiedenen Lehrbüchern war mannigfaltig.

Weiterlesen ...

Am Dienstag, dem 10. April 1945 wurde Leinefelde von den amerikanischen Truppen besetzt und die Schule diente als Hauptquartier.  Nach dem Abzug des amerikanischen Militärs am 7. Juli 1945 gemäß der Jaltakonferenz, quartierte sich im Schulgebäude die Rote Armee ein. Am 01. Oktober 1945 wurde der Schulbetrieb mit einer Feierstunde wieder aufgenommen.
Ein neuer Abschnitt in der Schulentwicklung wurde eingeleitet. Die Schule sollte allen Bevölkerungskreisen offen stehen und die Schüler sollten im „Geiste der Völkerfreundschaft“ erzogen werden. Zunächst mussten aber erst andere Probleme gelöst werden.

Weiterlesen ...

Das Schuljahr 1950 stand unter dem Motto: „Jahr des Kampfes für den Frieden“. Die am 06. März 1946 in der sowjetischen Besatzungszone gegründete FDJ und die am 13. Dezember 1948 ins Leben gerufene Pionierorganisation führten viele Veranstaltungen durch, um die Kinder und Jugendlichen im „Geist des Friedens und der Völkerverständigung“ zu erziehen. Eigens zu diesem Zweck wurden Pionierleiter ausgebildet und nahmen in den Schulen ihre Tätigkeit auf. Im Jahr 1953 waren 75% der Schüler Mitglied der Pionierorganisation.

Weiterlesen ...

Das Schuljahr 1959/60 brachte einige Veränderungen mit sich. Aus der bisherigen Grundschule Leinefelde wurde eine Polytechnische Oberschule. Bisher besuchten die Schüler acht Jahre die Schule. Von nun an waren es zehn. Die ersten Abschlussprüfungen für die zehnten Klassen wurden 1961 geschrieben.

Die alte Schule (ehemalige Musikschule) wurde um vier Räume ausgebaut, um die 5. und 6. Klassen der Grundschule in Breitenholz aufzunehmen.

Weiterlesen ...

Das Kollegium der Schule wurde für die geleistete Arbeit mehrfach ausgezeichnet. So erhielt es 1970 und 1976 Ehrentitel „Kollektiv der sozialistischen Arbeit“.  In den Jahren 1975 und 1978 wurde es mit der „Ehrenurkunde des Rates des Kreises Worbis“ gewürdigt.

Der Rat des Kreises Worbis beauftragte 1973 das Kollegium mit dem Kampf um den Ehrennamen des ersten frei gewählten Präsidenten Chiles – Dr. Salvador Allende.
Am 11. September 1973 war es so weit. In einer feierlichen Zeremonie wurde der Ehrenname übergeben.

Weiterlesen ...

Ende der achtziger Jahre wurde die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Situation der DDR für viele Menschen immer unangenehmer.  Viele mahnten im Jahr 1989 Reformen an und gingen auf die Straße. Zum 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei.

Neben vielen weiteren Reformen wurde auch das Bildungswesen verändert. Im Schuljahr 1991/92 wurde die Polytechnische Oberschule in eine Grund- (Klassen 1 – 4) und Regelschule (Klassen 5 – 10) umgewandelt. Ebenfalls wurden neue Fächer wie Sozialkunde, Ethik, Religion, Wirtschaft / Recht und Wirtschaft / Technik in den Stundenplan aufgenommen.

Weiterlesen ...

Am 8. Oktober 1994 erhielt die Grund- und Regelschule in Anwesenheit vieler Ehrengäste, Lehrer, Schüler und Eltern den Namen „Konrad Hentrich“.

Weiterlesen ...

 

Prof. Dr. Konrad Hentrich wurde am 10. Oktober 1880 in Leinefelde geboren und absolvierte 1901 das Abitur am Heiligenstädter Gymnasium.

 Konrad Hentrich als Student
Schließlich studierte er Deutsch, Englisch, Französisch an den Universitäten München, Berlin und Greifswald. Im Jahr 1905 promovierte er in Greifswald zum Dr. phil. und legte 1906 das Staatsexamen ab. Zusammen mit  Klemens Löffler initiierte er 1906 die Herausgabe der Zeitschrift “Unser Eichsfeld” und die Gründung des “Vereins  für Eichsfeldische Heimatkunde”.
In Greifswald wurde er von Prof. Reiffenscheidt in die Volkskunde eingeführt und schreibt eine Prüfungsarbeit über die “Mundart des Eichsfeldes”. 
Hentrich arbeitete im experimental - phonetischen Laboratorium des Collège de France in Paris bei Professor Rousselot, der ihn sehr schätzte.

Weiterlesen ...