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Staatl. Regelschule Konrad Hentrich Geschw.-Scholl-Str. 6 37327 Leinefelde Tel.:03605/502177 Fax:03605/502178

Staatliche Regelschule "Konrad Hentrich"

in Leinefelde - Worbis im Landkreis Eichsfeld

Am Dienstag, dem 10. April 1945 wurde Leinefelde von den amerikanischen Truppen besetzt und die Schule diente als Hauptquartier.  Nach dem Abzug des amerikanischen Militärs am 7. Juli 1945 gemäß der Jaltakonferenz, quartierte sich im Schulgebäude die Rote Armee ein. Am 01. Oktober 1945 wurde der Schulbetrieb mit einer Feierstunde wieder aufgenommen.
Ein neuer Abschnitt in der Schulentwicklung wurde eingeleitet. Die Schule sollte allen Bevölkerungskreisen offen stehen und die Schüler sollten im „Geiste der Völkerfreundschaft“ erzogen werden. Zunächst mussten aber erst andere Probleme gelöst werden.

Der Winter 1945/46 wurde als Hungerwinter bekannt. Er war lang und kalt. Der Ertrag der Ernte betrug in etwa nur die Hälfte des Vorkriegsniveaus. Die Zimmertemperatur im Haus pegelte sich zwischen 3 und 4 Grad Celsius ein. Da Öfen und Brennmaterial fehlten und einige Fensterscheiben kaputt waren, trug man dicke Mäntel und Mützen.

Viele Lehr- und Lernmaterialien waren durch die Besatzungstruppen zerstört worden. Einiges musste auf Anordnung der sowjetischen Kommandantur aussortiert werden. So wurde vieles selbst hergestellt oder von Nachbarschulen zur Verfügung gestellt. Im Zuge der Entnazifizierung wurden einige der „Altlehrer“ aus dem Schuldienst entlassen und durch Neulehrer ersetzt. Vor allem in Eigeninitiative wurde das Schulgebäude renoviert, denn es galt so schnell wie möglich so etwas  wie Normalität herzustellen.

 

1945/46 – Schülerzahl: 332